Kommissar 00 Schneider hat gerade in seiner Stadt den Po-Grapscher dingfest machen können, da wird ein Tabakladen überfallen, ein Huhn verschwindet spurlos und sexuelle Übergriffe auf unbescholtene Bürgerinnen häufen sich. Schneider ist sich bald sicher, dass dahinter nur der kettenrauchende Jean-Claude Pillemann, wegen seines reptilienhaften Auftretens auch "die Eidechse" genannt, stecken kann. Doch der Kommissar muss sein ganzes Können aufbieten, um den Übeltäter zu fassen ...

Und wieder ein Werk, an dem sich die Geister scheiden. Was auf der Bühne phänomenal gut funktioniert, will im Filmgeschäft einfach nichts werden. Helge Schneider beweist sich bei seinen Bühnenshows immer wieder als brillanter Improvisator, will aber offensichtlich nicht einsehen, dass genau jenes musikalische Prinzip, das den Jazz so groß macht, in der Filmkunst schlichtweg nicht funktioniert. Gegen jede Konventionen auch während des Drehs zu improvisieren, kann nur einen schlechten Film hervorbringen. Bis auf wenige Helge-typischen Gags reiht sich hier lediglich eine öde Nummer mit meist sinnfreien Reminiszenzen an die nächste, ohne das ein Funken überspringen will. Filme gegen den guten Geschmack zu produzieren, ist zunächst nicht verwerflich und hat schon so manche Perle der Filmkunst hervorgebracht. Das allerdings ist dem Mülheimer Multitalent Helge Schneider in keiner Minute gelungen.



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