Die Geschichte von "Tausendundeine Nacht" ist weit über ihre Heimat im Morgenland bekannt. Im Zentrum steht eine mutige junge Frau, die einen Wesir davon abhält, sie umbringen zu lassen, indem sie ihm über 1000 Nächte lang die Anekdoten von Aladin, Ali Baba und anderen märchenhaften Gestalten erzählt.

Der portugiesische Regisseur Miguel Gomes übernahm das Konzept und schuf einen Mammutfilm von über fünf Stunden Länge, der nun in drei Teilen den Weg in die Kinos findet.

Der Filmemacher verarbeitet in diesem monumentalen Werk, welche Konsequenzen die EU-Sparmaßnahmen aus dem Jahr 2008 auf die Gesellschaft Portugals hatten. Daraus spinnt er eine Handlung, die viele unterschiedliche Genres in sich vereint und von der Machart an die Komödien der "Monty-Python"-Truppe erinnert.

Monumentaler Stilmix


Bereits der erste Teil "Der Ruhelose" wechselt stilistisch zwischen Dokumentation, Satire und Drama. Angekurbelt wird die Handlung durch das Geschehen rund um ein Filmteam, das zur Aufgabe hat, den Zustand der Nation einzufangen und dem dann der Regisseur abhanden kommt.

Gomes selbst steht für die Rolle des Filmemachers vor der Kamera, wird gefangen genommen und vom Staat zum Tode verurteilt. Um dem Urteil zu entfliehen, zitiert er Geschichten.

Die daraus resultierenden Erzählungen sind satirisch, ironisch und teilweise grotesk, wollen aber doch an den politischen Hintergrund erinnern und sind unter der Oberfläche oft tragisch und dramatisch. Diese Kombination sorgt für ein Werk, das noch nachwirkt.

Sehen Sie hier den Trailer zu "1001 Nacht: Teil 1 - Der Ruhelose":