1994 feuerte der Extremist Dr. Baruch Goldstein in Hebron 119 Mal in eine Gruppe betender Moslems und tötete so 39 Menschen. Ein Jahr später ermordete der aufgehetzte Jurastudent Yigal Amir den israelischen Premier Izchak Rabin mit drei weiteren Schüssen. Beide Taten markieren zwei tragische Tiefpunkte in der Auseinandersetzung zwischen religiösen Eiferern und Liberalen um Inhalte und Ziele des Zionismus in Israel.

Dokumentarist Levanov beginnt sein Video mit diesen Todesschüssen und schildert im Anschluss die Lebenswege der fanatischen, religiös motivierten Ideologen unter den jüdischen Siedlern in der besetzten Westbank. Der Regisseur und seine Kameraleute waren für ihre Bilder ein Jahr lang vor Ort. Entstanden ist ein Zeitdokument, das die Unsicherheit über die politische Zukunft Israels zwischen religiösem Fundalismus und Liberalismus thematisiert. Nicht zuletzt durch die vorerst gescheiterten erneuten Friedensbemühungen in Camp David, wohin US-Präsident Clinton im Juli 2000 Barak und Arafat und eingeladen hatte, gewinnt diese Dokumentation an Aktualität und Brisanz.