Am 11. September 2012 steht die Spezialeinheit um US-Navy Seal Jack (John Krasinski) vor einer schweren Entscheidung über Leben und Tod. Darin muss ein Kämpfertrupp - laut Dienstanweisung - zusehen, wie bewaffnete Militaristen die amerikanische Botschaft in Lybien unter ihre Gewalt bringen.

Auf eigene Faust entschließt sich die Einheit, trotzdem einzugreifen. Immerhin hängt das Leben vieler US-Diplomaten von ihnen ab. Es beginnt ein Kampf, in dem Freund und Feind kaum noch zu unterscheiden, sind und auch Richtig oder Falsch schnell in den Hintergrund gerät.

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Action-Experte Michael Bay inszenierte eine wahre Geschichte im opulenten Hollywood-Gewand. Der Stoff, der auf dem Tatsachenbericht des amerikanischen Autors Mitchelll Zuckoff beruht, bietet Spielraum, um ein dramatische Nachzeichnung der Ereignisse in einem der umkämpftesten Krisengebiete der Welt daraus zu machen.

Einem anderen Regisseur wäre dies vielleicht gelungen, doch Michael Bay ("Transformers", "Pearl Harbor") bleibt lieber seinem bewährten Konzept treu – frei nach dem Motto "Hauptsache es knallt!".

Die Geschichte, die eigentlich genügend Tiefe bietet, wird dabei ziemlich flach abgehandelt. Politische und emotionale Momente kommen in "13 Hours" viel zu kurz und entfernen den Actioner weit von Streifen wie "American Sniper". Nichtsdestotrotz ist "13 Hours" kein schlechter Film. Dem verschenkten Potential schaut man trotzdem wehmütig nach.

Sehen Sie hier den Trailer zu "13 Hours: The Secret Soldiers Of Benghazi":