Drogendealer Monty ist aufgeflogen. Ihm bleiben 25 Stunden, bis er sich der Polizei stellen und hinter Gitter wandern muss. Den letzten Tag in Freiheit verbringt er mit seinen besten Freunden, dem Wall-Street-Broker Francis und dem biederen Lehrer Jakob. Je näher die 25. Stunde rückt, desto verzweifelter wird Monty - darüber tröstet auch der Schampus in der Disco nicht hinweg.

In der Vergangenheit fiel Regisseur Lee oft durch ziemlich plakative Bekenntnisfilme auf, nun überrascht er mit einem eindringlichen Großstadtdrama, das vor allem der Ensembleleistung wegen besticht: Die Darsteller sind durchweg hervorragend und trösten darüber weg, dass sich einiges doch arg in die Länge zieht. Beachtung verdient auch die Kameraarbeit, die das vernarbte New York nach dem 11.9. mehrfach thematisiert, etwa mit einer langen Einstellung auf die Baustelle am ehemaligen WTC. Ungewöhnlich ist auch der Schluss, in dem Montys Vater über eine alternative, ehrliche Zukunft für seinen Sohn spekuliert, was sich letztlich als schöner, aber unrealistischer Wunschtraum entpuppt. Allein diese Schlusssequenz versöhnt mit den Längen des Films, und für anspruchsvollere Filmfreunde sollte sich die Anstrengung lohnen.