Kate (Charlotte Rampling, "Der Nachtportier") und Geoff Mercer (Tom Courtenay, "Doktor Schiwago") feiern bald ihren 45. Hochzeitstag. In diesen heiteren Trubel platzt eine grauenvolle Nachricht: In den Schweizer Alpen wurde eine Leiche gefunden, die schon seit fünf Jahrzehnten dort liegt, vom Eis umschlossen und noch gut erhalten.

Es handelt sich dabei um Katya, mit der Geoff in seiner Jugend zusammen war. Deren Tod durch einen Unfall war zwar schon lange bekannt, dennoch trifft die Beteiligten ein Schlag, als die sterblichen Überreste nun tatsächlich auftauchen. Das Ereignis beginnt, sich langsam zwischen die Eheleute zu schieben. Dabei regt sich etwas, was die beiden lange vergessen glaubten.

Die Kunst des Minimalistischen

Da Regisseur und Drehbuchautor Andrew Haigh in "45 Years" eigentlich nur von den Folgen längst vergangener Ereignisse berichtet, liegt es an dem Darsteller-Duo Rampling und Courtenay, eine entsprechende Atmosphäre zum Leben zu erwecken. Dies beinhaltet fast 50 Jahre der gemeinsamen Zeit mit dem Partner, den man in- und auswendig kennt - inklusive aller Macken, Schwächen und dunklen Seiten.

Die Mimen agieren mit leisen Gesten, die trotzdem Bände von dem gemeinsam Erlebtem und dem aktuellen Problem sprechen. Für diese Leistung erhielten sowohl Rampling als auch Courtenay jeweils den "Silbernen Bären" auf der Berlinale 2015, das Werk selbst konnte die Auszeichnung als "Bester Film" auf dem Edinburgh International Film Festival für sich verbuchen.

Sehen Sie hier den Trailer zu "45 Years":