Ein junger Sozialarbeiter will durch das Zusammenleben mit sechs jugendlichen Kriminellen in einer Wohngemeinschaft deren Resozialisierung erreichen. Das ambitionierte Experiment der progressiven Jugendbehörde ist als Alternative zur Haftstrafe gedacht; es misslingt auf ganzer Linie. Der Jugendamtsleiter missbraucht die Jungen. Vom Pfarrer bekommen sie die Warnung mit auf den Weg, dass man das Bibelwort, der Mensch möge nicht siebenmal, sondern sieben mal siebzigmal (= 490) verzeihen, auch zu weit treiben kann. Und die 491. Sünde geschieht: Die Jungen bieten einer nymphomanischen Prostituierten Unterschlupf, die an den Jungen ihre Erotik ausprobiert, bis diese ihr gewaltsam einen zugelaufenen Schäferhund zuführen...

Der 1924 in Stockholm geborne Regisseur Vilgot Sjöman erlernte sein Handwerk bei Ingmar Bergman. Sjöman erhob die Provokation zum obersten Gebot seiner Filme. Schon sein Regie-Debüt "Schlafwagenabteil" von 1962 liefert eine subtile Psycho-Studie einer Frau zwischen zwei Männern. "491" stellt mit drastischen und für einige sicherlich auch schockierenden Bildern einen Angriff auf den Wohlfahrtsstaat dar. Später drehte Sjöman dann ähnliche pseudo-pornografische Werke wie "Ich bin neugierig: gelb", "Ich bin neugierig: blau", "Glücklicher Scheißer", "Troll" und "Tabu".