Nachdem der Deutsch-Türke Murat Kurnaz nach dem 11. September 2001 in Pakistan aufgegriffen wurde, landet er zunächst in Afghanistan und schließlich in Guantanamo auf Kuba. Hier hält man ihm vor, ein islamistischer Terrorist zu sein, nur weil er ein Koranschule besuchte. Der Verhörspezialist Gail Holford soll ihn dazu bringen, zu gestehen. Doch der 19-jährige Kurnaz ist sich keiner Schuld bewusst. So versucht er, sich trotz physischer und psychischer Folter nicht brechen zu lassen. Eine unglaubliche Tortur, die fünf Jahre dauern soll ...

Regisseur Stefan Schaller zeichnet mit relativ geringen Mitteln Kurnaz’ Jahre der Gefangenschaft nach und schuf so eine Anklage gegen die USA und deren unmenschliche Machenschaften in Guantanamo. Mit dem starken Darsteller-Duo Sascha Alexander Gersak und Ben Miles gewährt Schaller Einblick in das perfide Katz- und Mausspiel. Dabei wirkt die Dramaturgie ab und zu zwar etwas holprig und auch die verbrachte Zeit von fünf Jahren lässt sich nur schwer nachvollziehen, doch was Folter jeglicher Art bedeutet, vermittelt sich hier durchaus.



Foto: Zorro