Frühjahr 1900: Nachdem in Peking der deutsche Botschafter ermordet wurde, kämpfen eine Hand voll ausländischer Diplomaten verzweifelt gegen die Belagerung der aufständischen Chinesen, deren Groll sich gegen sämtliche Ausländer richtet. Später gehen die 55 Tage der Kämpfe als "Boxeraufstand" in die Annalen der Geschichtsschreibung ein...

Die Story vor diesem historischen Hintergrund ist frei erfunden. Doch die Star gespickte Besetzung und die mitunter recht furiosen Kampf- und Massenszenen machen den Reiz des Monumentalfilms von Regisseur und Autor Nicholas Ray aus. Ray galt in Hollywood immer als unbequemer Zeitgenosse, der immer wieder Probleme mit dem starren Studio-System hatte, weil er stets die Kontrolle über seine Filme nicht abgeben wollte. Damit eckte er vor allem bei den Produzenten an. So eskalierte der Streit am Set von "55 Tage in Peking" und Ray legte die Regie nieder und drehte nie wieder für Hollywood-Produzenten. Das Regieduo Andrew Marton und Guy Green stellte den Film schließlich fertig.