In der amerikanischen Provinz des Mittleren Westens führen die Stalls ein eher gewöhnliches Leben. Erst als zwei Serienkiller bei einem Diner von Tom eindringen und drohen, Geiseln zu töten, erstaunt Tom seine Mitbürger mit seiner unglaublichen Reaktion, mit der er die beiden Gewaltverbrecher niederstreckt. Dass Tom nun zum Medienhelden hochstilisiert wird, hat ungeahnte Folgen: Plötzlich tauchen weitere Finstermänner in dem beschaulichen Örtchen auf und behaupten, Tom aus früheren Zeiten zu kennen. Er soll angeblich Auftragskiller der Mafia gewesen sein. Vor allem seine Frau weiß bald nicht mehr, was Dichtung und was Wahrheit ist...

Nach einer Schwarz-Weiß-Comicvorlage inszenierte David Cronenberg einen packenden Thriller, der - wie so oft bei Cronenberg - gleich zu Beginn (die Killer schrecken auch vor Kindermord nicht zurück) klar stellt, dass dies alles andere als ein Kinderfilm ist. Fast schon im Stil eines Westerns eskaliert die Gewalt mehr und mehr, dringt die Story immer tiefer in die Seele des Protagonisten, offenbart eine innere Hölle, von der es sich zu lösen gilt. Toll gespielt (abgesehen von der leichten Übertreibung William Hurts), gradlinig und konsequent erzählt. Dafür gab's 2006 zwei Oscarnominierungen: bester Film und bestes Drehbuch.

Foto: Warner