Die Entwicklungshelferin Sophie (Melanie Thierry) übt ihren Beruf noch nicht lange aus. In den Krisengebieten der Welt fällt es ihr schwer, einen "perfekten Tag" zu haben. Dennoch ist sie voller Elan, vielleicht etwas naiv und stets gut gelaunt.

Gemeinsam mit ihren erfahrenen Kollegen Mambrú (Benicio Del Toro) und dem zynischen B (Tim Robbins) ist sie in einer von Felsen abgeschnittenen, entlegenen Region unterwegs. Die Aufgabe der Truppe ist so simpel wie schwierig: Sie sollen die Trinkwasserversorgung eines Dorfes sauber und aufrecht halten.

Dabei wird den ambitionierten Entwicklungshelfern schnell klar, dass nicht nur einheimische Kriminelle ihre Arbeit stören wollen. Auch einige Bürokraten und Soldaten der Vereinten Nationen erschweren ihnen ihr Tun. Zu allem Überfluss wird den Entwicklungshelfern auch noch Katya (Olga Kurylenko) als Chefin vorgesetzt, die nicht gut auf ihren Ex Mambrú zu sprechen ist.

Von Allem etwas

Der erste englischsprachige Film des Spaniers Fernando León de Aranoa ist nicht einfach einzuordnen. Drama, Antikriegsfilm, Satire, Roadmovie oder gar Komödie – auf ein einziges Genre lässt sich der Streifen nicht festlegen.

Die eigentlich dramatische Szenerie einer Hilfsorganisation irgendwo im Balkangebiet wird durch viel schwarzen Humor und zynisch-komische Figuren immer wieder aus ihrer eigentlichen Ernstheit herausgerissen. Das ist einerseits schön, um ein nicht zu schweres Drama serviert zu bekommen. Andererseits stören die ständigen Sprünge zwischen Komik und Tragödie.

Eine große politische Botschaft oder ein Statement gegen den Krieg lässt sich dem Streifen nicht entlocken. Für gute Unterhaltung sorgt er trotzdem gekonnt.

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