Dozent Larry Gropnik wähnte sich eigentlich in einem schönen wie beschaulichen Leben. Doch dann gerät sein Alltag ins Trudeln: Seine Frau will sich scheiden lassen, sein Sohn erweist sich als Schulschwänzer, seine Tochter klaut und sein sowieso etwas seltsamer Bruder liegt ihm nicht nur auf der Tasche, sondern zu allem Überfluss wohnt er bei ihm. Als Larry auch noch anonym mit falschen Anschuldigungen traktiert wird, droht seine Beförderung zu kippen und ein Student will ihn bestechen ...

Die Coen-Brüder erzählen mit diesem Porträt eines normalen Bürgers einer ganz normalen jüdischen Gemeinde im Mittleren Westen der USA eine keinesfalls normale Geschichte. Schräge Typen, kuriose Alltags-Begebenheiten und die Schilderung eines tiefen Falls mit immer wieder absurden Einsprengseln – das können momentan offenbar nur die Coens. Wie immer ist das Ganze toll fotografiert, ungewöhnlich erzählt und atmosphärisch dicht inszeniert. Ein weiterer Kino-Genuss (diesmal ohne namhafte Besetzung) der nicht alltäglichen Art – auch wenn es um Alltag geht!

Foto: Tobis