Unweit des ländlichen Amazonas lebt der Jugendliche Jonathas mit seiner Familie. Die verdient den Unterhalt durch den Verkauf von Früchten. Ihr Stand am Straßenrand dient auch als Treffpunkt für die Nachbarschaft. Als Jonathas und sein Bruder Juliano die ukrainische Touristin Milly und deren Begleiter, den Brasilianer Kedassere, kennenlernen, freunden sich die Vier schnell an. Die Brüder lassen sich überreden, Milly und Kedassere auf ihrem Campingtrip in den Dschungel zu begleiten. Gegen den WIllen der Eltern schließen sich die Brüder den Campern an. Weil Jonathas, der sich offenbar in Milly verliebt hat, der Schönen imponieren will, sucht er im üppigen Grün des Amazonasschungel nach Früchten für sie. Dabei verirrt er sich aber gnadenlos ...

Da diese Geschichte des Brasilianers Sérgio Andrade, dessen Regiedebüt ist, kann man die vielen filmischen Mängel noch verzeihen. Doch die Prämisse, dass sich ein Junge, der sozusagen im Dschungel aufgewachsen ist, genau dort verirrt, wo er eigentlich zu Hause ist, mag bestenfalls einen eingefleischten Großstädter überzeugen. Alle anderen wissen aber genau, dass dies kaum funktioniert. Der darauf folgende "Überlebenskampf" wirkt (zumal der Junge versierter Früchtesammler ist) dann völlig aufgesetzt. So steht und fällt (in diesem Fall sehr tief) das Ganze mit der unglaubwürdigen Prämisse. Immerhin wird man mit ein paar tollen, langatmig-mediativen Urwaldbildern entschädigt.



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