Eine Hommage an den berühmten Nizza-Film von Jean Vigo aus dem Jahr 1930. Sieben Filmemacher und ein Schriftsteller (Le Clézio) besuchen 68 Jahre später das Nizza von heute und schildern hier ihre eigenen Eindrücke und Ideen: So liegen etwa ein Mann und zwei Frauen am Strand und diskutieren über Sozialpolitik, ein Fotojournalist durchstreift die belebte Promenade des Anglais und in der stummen Episode "Nice, Very Nice" gleitet ein junger Killer durch eine Karnevalsgesellschaft...

"A propos de Nice", der Filmklassiker von Jean Vigo, ist ein 26minütiges Kino-Poem in der Tradition der Städte-Sinfonien Dziga Vertovs ("Der Mann mit der Kamera), Walter Ruttmanns ("Berlin - Die Sinfonie der Großstadt", 1927) und Alberto Cavalcantis ("Rien que Les Heures", 1926). Mit seinen satirischen Kontrastmontagen und seinen surrealen Bildeinfällen kritisiert der Film den Müßiggang der Bourgeoisie Nizzas. Ähnlich verfahren die namhaften Filmemacher von heute: Fakten und Fiktion werden geschickt zu einer Art Chronik über das heutige Nizza vermischt. Es entstanden sieben Vignetten, wobei sich nur die Episode "Reperages" (vom iranischen Regie-Team Abbas Kiarostami und Parviz Kimiavi) dem Stil des Vigo-Originals nähert.