Der junge Accatone versucht sich als Zuhälter. Als eines unschuldig verhaftet wird, will Accatone sein Geld auf ehrliche Weise verdienen. Da aber das Geld nicht reicht, wird er schließlich zum Dieb. Das wiederum hat tragische Folgen ...

Nach seiner eigenen Novelle schuf der seinerzeit 39-jährige Pier Paolo Pasolini, der sich schon als Romancier, Lyriker, Essayist und Drehbuchautor einen Namen gemacht hatte, gleich mit seinem Debüt ein bemerkenswertes Meisterwerk. Er brachte mit Laiendarstellern einen Realismus ins Kino, der sich mit leidenschaftlichem Mitgefühl seiner Personen annahm und sie in ihren milieubezogenen Verstrickungen zeigte und auch formal über den dokumentarischen Aspekt hinauswies. "Pasolini nannte die Personen seines Films 'Subproletariat', weil sie nicht einmal fähig seien, sich selbst und ihr Elend zu begreifen. Sie werden schuldlos schuldig wie die Helden der griechischen Tragödie, weil die Gesellschaft ihnen nie eine Chance gegeben hat. Und so sind selbst ihre Gewalttaten noch Gesten verzweifelter Hilflosigkeit" (Reclams Filmführer).

Foto: Filmgalerie 451/Deutsche Kinemathek