Die Erde im Jahr 2005: London ist überflutet, Sydney steht Flammen, Las Vegas ist längst wieder zur Wüste geworden. Lediglich ein einsamer Mann, der Gründer des Weltarchivs für alle menschlichen Errungenschaften und Erzeugnisse, sitzt in seinem Turm in der geschmolzenen Arktis und sucht eine Antwort auf die Frage, warum die Welt zugrunde gehen musste. Vor einem interaktiven Bildschirm stöbert er durch Originalnachrichten und Dokumentationen der Vergangenheit und stößt dabei auf sechs Lebensgeschichten, die zusammen ein Bild davon zeichnen, warum der Lebensraum der Menschen nicht bewahrt werden konnte.

In einer Zeit, in der alle Welt nach einem neuen Klimabewusstsein und Elektroautos schreit, die USA aber als einer der größten Umweltsünder das Kyoto-Protokoll noch immer nicht ratifiziert haben, will die britische Regisseurin Franny Armstrong mit ihrem ambitionierten Dokudrama, in das sie sechs reale Biographien einbaute und das zum größten Teil mit Spendengeldern finanziert wurde, die Weltöffentlichkeit auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Unterstützt von Greenpeace und Prominenten wie Kofi Annan und Gillian Anderson feierte der Film zum Auftakt der UN-Klimawoche im September 2009 in einem New Yorker Solarkino Premiere. Selbst bei der Herstellung wurde auf Umweltfreundlichkeit geachtet, so wurden lediglich 94 Tonnen CO2 wurden ausgestoßen. So viel verbrauchen fünf Amerikaner im Jahr. Allerdings stört der oft erhobene Zeigerfinger, mit dem die Probleme thematisiert werden und echte Lösungsansätze gibt auch Armstrong nicht. Fazit: Die Welt steht am Abgrund und wird untergehen - wenn wir sie nicht gemeinsam retten.



Foto: Spanner Films