Miles Kendig ist seit über 20 Jahren CIA-Agent und mit allen Wassern gewaschen. Auf dem Münchner Oktoberfest sprengt er einen sowjetischen Spionagering, doch das genügt seinem ehrgeizigen neuen Chef G. P. Myerson nicht. Der cholerische Myerson wirft Kendig vor, dass er seinen alten Rivalen Mikhail Yaskov vom KGB entkommen ließ und will ihn ins Archiv abschieben. Das kränkt Kendig so, dass er auf Rache sinnt. Er will ein brisantes Buch über die internationalen Polit-Skandale des CIA schreiben. Als die ersten Manuskripte in Washington eintreffen, setzt der wütende Myerson Kendigs Vertrauten Joe Cutter und den linkischen Ross auf den abtrünnigen Verräter an. Doch Kendig ist seinen Verfolgern stets um eine Nasenlänge voraus und hetzt sie in einem Katz-und-Maus-Spiel quer über den Globus ...

Walter Matthau brilliert hier als ausgefuchster Einzelgänger mit Witz und Charme. Hier geht es nicht nur um politisches Kalkül, sondern auch um gegenseitige Achtung und mehr Menschlichkeit. Regisseur Ronald Neame ("Sein größter Bluff", "Die Akte Odessa") setzte dies mit viel Tempo, spaßigen Dialogen und vielen Überraschungen gekonnt in Szene. Interessant: Matthaus Sohn David ist in der Rolle des vertrottelten Agenten Ross zu sehen.

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