In Jaffa, jener von Tel Aviv eingemeindeten arabischen Stadt, kochen die Konflikte hoch. Seit Generationen leben verfeindete Familien hier auf engstem Raum. Der junge Omar etwa gerät in diesen blutigen Streit, bei dem ein Nachbar statt ihm auf offener Straße getötet wird. Omar hofft auf den Schiedsspruch eines islamischen Richters. Doch der setzt ein unbezahlbares Schuldgeld fest. Während Omars Freund Malek mit illegaler Arbeit Geld für die Behandlung seiner schwer kranken Mutter verdient, will der jüdische Polizist Dando Rache für seinen verschwundenen Bruder ...

Als bester nichtenglischsprachiger Film für den Oscar nominiert, verzettelt sich das jüdisch-arabische Regie-Duo Scandar Copti und Yaron Shani zu sehr in den komplexen Handlungssträngen und macht es dem Zuschauer nicht gerade leicht, den Ereignissen noch halbwegs zu folgen. So fragt man sich nach dem starken Einstieg etwa, warum Omars Geschichte zunächst nicht weiter verfolgt wird und häufig in langweilige bis belanglose Nebenstränge abdriftet. Auch wenn hier weniger mehr gewesen wäre, zieht die Hauptgeschichte den Zuschauer mit vielen intensiven Momenten in ihren Bann.

Foto: Neue Visionen