Die Tschechoslowakei kurz nach dem Zusammenbruch des Kommunismus: Nachdem zwei Gangster bei einem Überfall erschossen werden, beschuldigt der überlebende dritte Vlasta Klempár den Kleinkriminellen Jirí Kajínek der Tat. Der wird zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Kajínek bestreitet die Tat und versucht mehrmals zu fliehen. Zehn Jahre später beschäftigt sich die junge Anwältin Klára Pokorová intensiv mit dem Fall, den sie wieder aufrollen will. Sie hat ein starkes privates Motiv, das sie lange für sich behält: Ihre ältere Schwester wurde von den Getöteten vergewaltigt und zum Krüppel geschlagen. Sie kann Kajíneks Misstrauen zerstreuen und neue Zeugenaussagen gewinnen, u.a. die des ehemaligen Ermittlers Lejcko, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen ...

Der tschechische Regisseur Petr Jákl nahm sich in diesem spannenden Mix aus Krimi, Thriller und wahrer Story der Lebensgeschichte den in unserem Nachbarnland beinahe jedem bekannten Fall des mutmaßlichen Kriminellen Jirí Kajínek, der auch heute noch im Gefängnis sitzt. Mittlerweile sind die meisten seiner Landsleute jedoch überzeugt, dass Kajínek unschuldig ist, eine Wiederaufnahme des Prozesses soll erreicht werden.

Foto: MDR/3L