1836: Um Texas von dem mexikanischen Besatzer Santa Anna zu bewahren, treffen in der ehemaligen Missionsstation Alamo nahe San Antonio die unterschiedlichsten Gestalten zusammen. Unter ihnen die amerikanischen Volkshelden Davy Crockett, angeblicher Kriegsheld und Kongressabgeordneter, und Jim Bowie (der mit dem Riesenmesser). Dann werden die wenigen Männer von Alamo tatsächlich von der übermächtigen Armee Santa Annas belagert. Während der alkoholabhängige General Sam Houston um Texas Willen (er fordert einen unabhängigen Staat) seine zugesichterte Hilfe verweigert, während die Männer innerhalb der Missionsmauern mehr und mehr aufgerieben werden...

Nach John Waynes patriotisch-pathetischem Alamo drehte John Lee Hancock ein nicht unbedingt genaueres, aber dennoch differenziertes Bild der historisch verbürgten Abläufe der Auseinandersetzung. Hancock thematisiert stärker die gestrauchelten Charaktere, die ihre Hoffnung auf einen Neuanfang auf Alamo setzten. Dabei fehlt es auch nicht an Patriotismus, wobei hier die Kämpfer eher zu Antihelden werden. Dank toller Fotografie und bemerkenswert guter Darsteller ist dies ein Stück amerikanische Geschichte, die man wegen der Bilder und der starken Leinwandpräsenz der Schauspieler eigentlich auch im Kino hätte zeigen können.