Im Spanien des 17. Jahrhunderts herrschen Krieg und Inquisition. Auf den Schlachtfeldern von Flandern zu Ruhm gelangt, kommt der Hauptmann Diego Alatriste zurück in die spanische Königsstadt Madrid. Weil er es seinem sterbenden Kameraden versprochen hat, nimmt er sich dessen Sohnes Inigo an. Als der zum Jüngling herangewachsen ist, verliebt er sich offenbar in die Falsche. Denn die schöne Angélica de Alquézar ist die Tochter eines Erzfeindes von Alatriste. Der wiederum gerät zwischen die Fronten diverser Intriganten am Hofe. Dabei stößt er immer wieder auf den italienischen Söldner Malatesta ...

Die Romanvorlagen um den verwegenen Captain Alatriste aus der Feder des großen spanischen Schriftstellers Arturo Pérez-Reverte sind brillant, spannend und in ihrem Heimatland äußerst populär. Kein Wunder also, dass man dort weder Kosten noch Mühen scheute, um diese für die Leinwand zu adaptieren. Regisseur und Drehbuchautor Agustín Díaz Yanes machte aber leider den Fehler, dass er gleich alle Romane in einem Film umsetzen wollte. So bleibt vieles unausgesprochen, wirkt einiges oberflächlich, kann man die Figuren nur verstehen, wenn man die Vorlagen gelesen hat. Dennoch: starke Darsteller (allen voran natürlich Viggo Mortensen in der Titelrolle) und brillante Bilder sorgen vor allem bei Mantel- und Degenfilm-Freunden für ein opulenten Filmgenuss.

Foto: E-M-S