"Klaus war genau unser Typ, auch wenn er kein Engländer ist. Er könnte auch aus Liverpool sein." Kein geringerer als Ex-Beatles-Bassist und -Sänger Paul McCartney beschreibt so den 1938 in Berlin geborenen Grafiker und Musiker Klaus Voormann, der die Beatles 1960 bei einem Konzert im Hamburger Kaiserkeller kennenlernte, sich mit ihnen anfreundete und in der Folgezeit eng verbunden blieb. Berühmt wurde Voormann schließlich mit dem Cover, das er für die Beatles-LP Revolver (1966) entwarf und für das er ein Jahr später mit dem Grammy ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus gehörte er als Bassist zu den Gründungsmitgliedern von John Lennons Plastic Ono Band und spielte in den Soloprojekten von Ringo Starr und George Harrison.

Regisseur und Produzent Jörg Bundschuh ("Mozart in China", "Memory Books - Damit du mich nie vergisst ...") gelingt mit diesem Porträt ein tiefgründiger Einblick in das Leben und den Werdegang von Klaus Voormann, der in den Sechzigerjahren durch seine enge Verbindung zu der Kultband aus Liverpool oft als der "fünfte Beatle" bezeichnet wurde. Der Regisseur beschränkt sich jedoch nicht auf die Beatles-Ära, sondern zeigt die weitere Entwicklung Voormanns, der später auch als Produzent (so etwa für Trio, die mit "Da Da Da" einen riesigen Hit landete) und natürlich weiterhin als Grafiker erfolgreich war. Bundschuh hat Voormann mit der Kamera zu den wichtigsten Orten seiner Karriere begleitet, zeigt einzigartige Archivaufnahmen, lässt Zeitzeugen wie Paul McCartney und Ringo Starr zu Wort kommen und begleitet Voormann bei seinen Treffen mit alten Weggefährten. So gelang ihm ein außergewöhnliches Zeitdokument um Freundschaft, Kunst und Musik.



Foto: Zorro