Veit Bischoff hält sich notdürftig mit einer chemischen Reinigung über Wasser, die an einer Straßenkreuzung in SO 36, in Kreuzberg, liegt, um die sich ein Biotop von ausländischen und deutschen underdogs gebildet hat. In der Gegend sind Gewalttätigkeiten an der Tagesordnung. Gerade ist Baki, der Wettkönig, getötet worden, doch niemand scheint den Mörder zu kennen. Gegenüber der Reinigung befindet sich das Wettbüro von Makkabi, der sein Geschäft an Jabbar übergeben will. Makkabis Kassiererin Aliya ist mit Jabbar verlobt, flirtet aber heimlich und heftig mit Veit. Veit kümmert sich widerwillig um seine geistesgestörte Mutter und legt Geld zurück, um nach Australien auszuwandern. Er wird Zeuge, wie sein Freund Nok ein dilettantisches Waffenhändlerpärchen um eine Pumpgun prellt. Aliya fürchtet Jabbars Eifersuchtsausbrüche. Veit entschließt sich spontan zur Abreise und bestellt sie mit gepacktem Koffer zum Bahnhof. Doch Aliya wartet vergebens, denn als Veit sein Erspartes aus dem Versteck holen will, stellt er fest, dass sein drogensüchtiger Bruder Utz es gestohlen und in Heroin umgesetzt hat. Aliya ist gekränkt und wirft sich demonstrativ Jabbar an den Hals, der sie so bald wie möglich heiraten will.

Berliner Kiez-Geschichte von Neco Celik, einem ehemaligen Sozialarbeiter aus Kreuzberg. Über einen Zeitraum von 24 Stunden schildert er das Beziehungsgeflecht einer Gruppe junger Leute, das in einem dramatischen Showdown endet.