Ende der Sechzigerjahre kam Hüseyin als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland. Später holte er auch seine Frau und die Kinder in die Fremde. Seither zog viel Zeit ins Land und für die türkische Familie ist Deutschland längst eine Heimat geworden. Dann allerdings überrascht Hüseyin sein inzwischen mächtig angewachsene Familie mit der Nachricht, in der Türkei ein Haus gekauft zu haben und dass er nun mit allen in die alte Heimat fahren wolle. Das wiederum ruft bei vielen Familienmitgliedern die Identitätsfrage auf den Plan. So folgt auf der gemeinsamen Reise in die Türkei eine Überraschung der nächsten ...

Kein perfekter Film, aber ein weitestgehend witziger Versuch, mit Einfühlungsvermögen die Geschichte türkischer Einwanderer und deren Integrationsschwierigkeiten ebenso zu erzählen, wie die Zerrissenheit zwischen Orient und Okzident ihrer Nachkommen. Die Samdereli-Schwestern ("Alles getürkt") haben auch biografische Erlebnisse in die Geschichte fließen lassen, die 2011 mit dem Deutschen Filmpreis für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. Außerdem erhielten sie den Deutschen Filmpreis in Silber.



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