1952 sind die Spuren des Zweiten Weltkrieges in Frankreich noch allgegenwärtig. Der neunjährige Michel und seine siebenjährige Schwester Hélène werden von ihren Eltern weit vom heimatlichen Montpellier entfernt bei den Großeltern in Lille abgesetzt. Michel gewöhnt sich schnell an die neue Umgebung und versteht sich besonders mit seinem Großvater, der in ihm einen begeisterten Zuhörer für seine Geschichten über den Zweiten Weltkrieg findet. Hélène dagegen leidet sehr unter der ihr kalt vorkommenden Fremde und der Trennung von ihren Eltern und unternimmt fortan Wachgänge durch das Haus...

Ein sensibel erzähltes Drama von Irène Jouannet "Mein Freund für einen Sommer") um die Ängste eines jungen Mädchens, überzeugend verkröpert von Clémence Meyer. In der Rolle der Großmutter ist die Korsin Marie-José Nat zu sehen, die Zuschauern aus Filmen wie "Die Wahrheit", "Die sieben Todsünden" und "Zug des Lebens" bekannt sein dürfte.