Liverpool, Mitte der Fünfzigerjahre: Ein 11-jähriger Junge verlebt eine harmonische Jugend, bestimmt von Mutter- und Geschwisterliebe. Doch es gelingt ihm nicht, sich in einer neuen Schule einzuleben ...

Eine nostalgisch stilisierte, stimmungsvolle Abfolge von Momentaufnahmen. "Am Ende eines langen Tages" (1992) ist nach "Trilogie eines Lebens" (1976-1983) und "Distant Voices, Still Lives" (1988) der letzte Teil einer autobiographischen Trilogie des Briten Terence Davies. Der Film erzählt von einer Jugend in Liverpool Mitte der Fünfzigerjahre, während der für den jungen Helden der Abschied von der behüteten Kindheit beginnt und die Lehrjahre des Lebens sich ankündigen. Die Kindheit als Hort der Geborgenheit, der Liebe und des Glücks kennt aber auch dunkle Seiten und Geheimnisse. Terence Davies beschwört diesen Verlust der Unschuld, diese Vertreibung aus dem Paradies als eine ungemein sinnliche, visuell faszinierende Hymne auf die Fähigkeiten und den Reichtum des menschlichen Geistes. Der 1945 in Liverpool geborene Regisseur gilt weltweit als einer der kreativsten, talentiertesten Vertreter des neuen britischen Kinos.