In Madrid leben Marcela und ihr Freund eher schlecht als recht vom Verkauf von Rosen, die sie beim Großmarkt aus den Müllcontainern fischen. Um den schlechten Verdienst etwas aufzupeppen, verdingt sich Marcela als Pflegerin des alten Amador, den sie täglich besucht. Amador erkennt im Gegensatz zu ihren Freund schnell, dass Marcela schwanger und unglücklich ist. Als Marcela dann eines Tages in die Wohnung kommt, muss sie feststellen, dass Amador verstorben ist ...

Einmal mehr widmet der spanische Regisseur Fernando León de Aranoa ("Princesas", "Montags in der Sonne") seinen Film den Unterprivilegierten. Doch was für den einen eine poetische Sozialstudie ist, ist für den anderen pure Langeweile. Die Kamera folgt der Protagonisten quälend lange bei ihren alltäglichen Beschäftigungen, springt dann aus halbwegs spannenden Szenen schnell hinaus, um wieder extrem zu langweilen. Wenn dann auch noch die zweite Hauptfigur Amador, nachdem sie endlich auf den Plan tritt, kurz danach schon wieder verscheiden muss, ist das ziemlich armselig. Wer allerdings die peruanische Schauspielerin Magaly Solier schon in "Eine Perle Ewigkeit" faszinierend fand, ist hier bestens bedient. Denn ihr Gesicht ist nahezu in jeder Einstellung zu sehen.



Foto: Alamode