Die junge Schauspielerin Ama (Camilla Belle) lebt im Argentinien vor dem Beginn der Diktatur durch Juan Carlos Onganía in den 60er-Jahren. Kurz bevor dieser die Macht an sich reißen kann, gelingt es der Mimin, eine magische Reise durch die Zeit anzutreten.

Sie landet in ihrem Heimatort, etwa 20 Jahre in der Zukunft. Niedergeschlagen muss sie sehen, was aus ihrer Famile und ihrem Heimatland geworden ist. Als sie wieder in die Gegenwart zurückkehrt, setzt sie alles daran, sich und ihrer Familie das traurige Schicksal zu ersparen.

Doch wie soll eine junge Frau einen Putsch verhindern? Wie ein ganzes Land retten? Schließlich besinnt sie sich darauf, ihre Familie zusammenzuhalten und sich außerdem auf die Suche nach der großen Liebe zu begeben. Ihre Großmutter Meme (Geraldine Chaplin) und ein mysteriöser Fremder stehen ihr dabei unterstützend zur Seite.

Ein modern verfilmtes Theaterstück

Schon der Name "Eine Sommernachtsliebe" lässt Parallelen mit William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" erahnen. Tatsächlich ist das Drama von Eugenio Zanetti mehr eine lose Adaption dessen. Jedoch wurde die Szenerie aus dem alten Athen in das Argentinien der 60er-Jahre transportiert.

Der Film spielt mit den Motiven der Sehnsucht, Liebe und dem nicht akzeptieren-Wollens des eigenen Schicksals. Dramatische Augenblicke voller Gefühl, eine überzeugende Camilla Belle in der Hauptrolle und Bilder, so weich und zart inszeniert wie ein argentinisches Steak ergeben für jene, die sich auf ein herzzerreißendes Stück Film einlassen können, eine emotionale Geschichte.

Allerdings werden wohl eher Fans von "Utta Danella" als die eines geplegten Kino-Abends mit Nachos und Popcorn auf ihre Kosten kommen.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Amapola - Eine Sommernachtsliebe":