Ein Versager auf ganzer Linie: Jan hat weder beruflichen Erfolg mit seinem kläglichen Imbiss-Laden noch privates Glück, er lebt noch immer mit seinem verbitterten Vater zusammen. Das macht Jans Frau nicht mehr mit und zieht aus. Eines Tages bekommt der verlassene Ehemann durch eine waghalsige Entführungsaktion jedoch die Chance seines Lebens...

Schon mit seinen beiden Regiearbeiten "Wenn der Postmann gar nicht klingelt" und "Next Door" bewies der norwegische Regisseur Pål Sletaune, dass er ein Mann für ungewöhnliche Stoffe ist. So auch in diesem schwarzen Spaß über eine Gruppe ebenso kläglicher wie sympathischer Versager, deren Wege sich kreuzen, da sie alle in eine heikle Geschichte verwickelt werden: die "Entführung des Jahrhunderts". Doch am Ende vom Lied zählen die kleinen Dinge des Lebens und nicht das dicke Lösegeld. Wegen seines lakonischen Humors wird der Film immer wieder mit "Fargo - Blutiger Schnee" oder "Blood Simple - Director's Cut" der Coen-Brüder verglichen, wenngleich es in Pål Sletaunes Werk wesentlich unblutiger zugeht. Der Norweger machte sich übrigens einen Namen als Exzentriker, als er die Regie für den amerikanischen Kassenschlager "American Beauty" mit der Begründung ablehnte, das Drehbuch - das später einen Oscar gewann - sei ihm nicht gut genug.