Seymour Levov (Ewan McGregor) lebt den amerikanischen Traum: Als Sportler genoss er zu Schulzeiten hohes Ansehen und lebt nun in den 60ern, nachdem er Schönheitskönigin Dawn (Jennifer Connelly) geheiratet hat, mit ihr und Tochter Merry (Dakota Fanning) in einem ländlichen Teil der USA. Dort sieht das Land wie einem Bilderbuch entsprungen aus, und alles wäre perfekt, würde nicht eines Tages die örtliche Poststation in die Luft gesprengt werden.

Verdächtigt für den terroristischen Anschlag wird ausgerechnet Merry, die wie vom Erdboden verschwunden ist. Seymour begibt sich auf eine verzweifelte Suche nach dem Teenager, was sein idyllisches Leben komplett zum Einsturz bringt.

McGregor nimmt das Zepter in die Hand

Der Schotte McGregor, der mit "Trainspotting 2" bald in die Rolle zurückkehrt, die ihm 1996 seine Karriere ebnete, ist nicht nur in der Hauptrolle zu sehen, sondern er inszenierte diesen Film auch. Für sein Regiedebüt wählte er einen Stoff, dessen Qualitäten außer Zweifel stehen. Denn die "Pulitzer-Preis"-gekrönte Romanvorlage von Philip Roth wurde vom "Time"-Magazin zu den besten Werken des vergangenen Jahrhunderts gezählt.

Darüber hinaus kommt McGregor zugute, dass er mit der Frage danach, wieso jemand zum Extremisten wird, ein sehr aktuelles Thema aufgreift. Diese Voraussetzungen wecken allerdings auch hohe Ansprüche an die Adaption, die diese letztendlich nicht erfüllen kann. McGregor scheitert nicht in seiner neuen Funktion, die Tiefe der Vorlage lässt er aber weitgehend vermissen.

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