Lorenz Fuchs (Tilo Nest) lebt ein einsames Leben in Berlin. Nach dem kargen Frühstück fährt er zur Arbeit, wo er seiner immergleichen Arbeit nachgeht: Er ist Buchhalter in einer Firma, in der zahlreiche Stellen abgebaut werden. Fuchs hat sich mit der Situation arrangiert. Glücklich ist er damit nicht.

Eine Änderung ergibt sich, als sein Chef (Charly Hübner) ihm eine zynische Beförderung in Aussicht stellt. Nimmt er sie nicht an, verliert auch er seinen Job. Sagt er jedoch zu, wird sein Leben noch schlimmer.

Plötzlich erwachen verloren geglaubtes Selbstbewusstsein in Lorenz Fuchs. Aus dem neuen Mut entwächst Wut, Gewalt und eine Katastrophe.

Auf Douglas' Spuren

Der ausbrechende Biedermann wurde vor 20 Jahren im amerikanischen Thrillerdrama "Falling Down" grandios von Michael Douglas verkörpert. In eine ähnliche Rolle schlüpft der Burgtheater-Schauspieler Tilo Nest, der in diversen TV- und Filmproduktionen zu sehen war, zum Beispiel dem Kinofilm "Kaspar Hauser" (1993).

Nach diversen Nebenrollen spielt er in "Amok" die Hauptfigur und stellt die - ebenfalls eindrucksvoll aufspielenden - Stars in den Nebenrollen in den Schatten. So ist an seiner Seite nicht nur Charly Hübner zu sehen, sondern auch dessen "Polizeiruf 110"-Kollegin Anneke Kim Sarnau.

Mt diesem Ensemble gelang Regiseeur und Drehbuchautor Zoltan Paul ("Unter Strom") ein ruhiges und intelligent beobachtetes Psychospiel, das sich mit Themen der Zeit wie Konsumenten-Maniplation, Entfremdung und Regeln von sozialen Netzwerken auseinandersetzt.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Amok - Hansi geht's gut":