Valerij merkt schnell, dass an diesem Samstag, den 26. April 1986, etwas nicht stimmt. Denn im Kernkraftwerk Tschernobyl brennt ein Reaktorblock. Was von den Beteiligten zunächst heruntergespielt wird, bedeutet für Valerij nur eines: weg von hier. So schnappt er sich in den frühen Morgenstunden seine Geliebte und versucht zu fliehen. Doch das ist leichter gesagt als getan, zumal alle anderen offenbar einem ganz normalen Alltag entgegen sehen ...

Was eine packende Dramatisierung der Ereignisse nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und eine wichtige Aufarbeitung der Vorgänge hätte werden können, entpuppt sich leider als völlig unbrauchbares Werk, dem man vielleicht die billige Machart noch verziehen hätte. Doch die überaus erbärmlichen Dialoge und die mitunter nicht nachvollziehbaren Handlungsweisen (der Protagonist weiß, dass jede Sekunde zählt, verschenkt die Zeit aber mit hirnrissigen Aktivitäten) machen aus der missglückten Flucht der Hauptfiguren leider auch einen missglückten Film. Und das bei dem wichtigen Thema!



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