Nachdem er seinen Job verloren hat, droht das Leben des Glasgower Werftarbeiters Frank komplett seinen Sinn zu verlieren. Dann aber findet der Familienvater einen außergewöhnlichen Weg, um sein Selbstwertgefühl zurück zu erlangen: Er will den Ärmelkanal zwischen England und Frankreich durchschwimmen! Unterstützt von seinen Freunden, beginnt Frank mit dem Training - ohne seine Familie in das Vorhaben ein zu weihen. Es ist natürlich nur eine Frage der Zeit, bis seine Frau der waghalsigen Aktion auf die Schliche kommt ...

Einmal mehr ein klasse fotografierter, wunderbar gespielter und humorvoll wie warmherzig inszenierter Mix aus Milieu- und Charakterstudie von Gaby Dellal auf den Spuren ähnlich gelagerter Werke wie Peter Cattaneos Kinohit "Ganz oder gar nicht" oder Ken Loachs "Mein Name ist Joe". Nach anfänglich etwas müden Auftakt nimmt der Film immer mehr an Fahrt auf und schon bald fiebert der Zuschauer mit, dass der große Traum des sympathischen Schotten, von Peter Mullan mit viel Herzblut verkörpert, wahr werden möge. Einmal mehr ein kleines Independent-Kinojuwel aus Großbritannien, das auf dem Sundance Film Festival für den Großen Preis der Jury nominiert war. Drehbuchautor Alex Rose wurde für seine Vorlage mit dem BAFTA-Award für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

Foto: ARD/Degeto