Noa stammt aus Israel und studiert bereits seit acht Jahren in Berlin. Obwohl sie gerade erst mit ihrem Freund Jörg eine gemeinsame Wohnung bezogen hat, hat sie das Gefühl, Abstand zu benötigen. Als auch noch ihr Thema für ihre studentische Abschlussarbeit abgelehnt wird, fliegt Noa kurzentschlossen in ihre Heimat.

Wieder bei ihrer Familie angekommen, verfällt die junge Frau jedoch schnell in die alten Verhaltensmuster des aufbegehrenden Teenagers, geht auf Konfrontation mit den Eltern und versteht sich nur mit ihrem Bruder, der gerade Militärdienst leistet.

Als dann auch noch überraschend der sich um sie sorgende Jörg auftaucht, wird die Situation für die immer noch nach einem Platz im Leben suchende Noa unerträglich ...

Unteres "Fernsehspiel"-Niveau

Selbstfindungsgeschichten gibt es wohl wie Sand am Meer und wenn sie – so wie diese – nichts Besonderes zu bieten haben, hat man sie in der Regel auch schnell wieder vergessen. Regisseurin Ester Amrani gelingt es weder das Publikum für die Hauptfigur zu interessieren, noch eine in irgendeiner Weise packende Dramaturgie zu entfalten.

Filmisch befindet sich das Ganze auf unterem "kleinen Fernsehspiel"-Niveau. Soll heißen: langweilige Bilder mit uninspirierter Kamera lustlos eingefangen. Dieser Abschlussfilm der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf legt natürlich die Frage nahe: Was eigentlich lernen die Studenten an deutschen Filmhochschulen? Gutes Filmerzählen oder technisch imposantes Filmemachen offensichtlich wohl nicht.