Zeynep genießt ihren Job als Zimmermädchen fast schon. Denn nur so kann sie ihrem überaus tyrannischen Vater entkommen, der ihr nun nur noch nachts das Leben schwer macht. Als sie sich mit einem jüngeren Kollegen anfreundet, hofft sie, endlich ihrer heimischen Hölle zu entkommen. Währenddessen hat Tontechniker Selcuk größte Schwierigkeiten, mit dem Tod seiner Frau zurecht zu kommen - zumal er sich die Schuld daran gibt. Erst als er einen Koffer voller Kleider seiner Frau findet, ändert sich seine Situation radikal...

Regisseur Semih Kaplanoglu erzählt mit beeindruckenden Bildern unter Verwendung mystischer Symbolik vom düsteren, tristen und nahezu hoffnungslosen Alltag in der Türkei. Dabei verwendet er ein nicht lineare Erzählstruktur und wählt manchmal fast schon quälend lange Einstellungen, die man aber dank der sensiblen Charakterisierung der Hauptpersonen gerne verzeiht.

Foto: Freunde d. dt. Kinemathek