Im dem italienischen Bergdorf Canorano herrscht helle Aufregung: Die schöne Anna, einst nach Amerika ausgewandert, ist als wohlhabende Witwe in ihre Heimat zurückgekehrt. Als sich das Gerücht verbreitet, die junge Frau suche einen neuen Ehemann, bemühen sich gleich mehrere Herren um ihre Gunst. Dabei hat Anna nur Augen für den gut aussehenden Schmied Raffaele - dummerweise zeigt ausgerechnet der ihr die kalte Schulter ...

Neben Sophia Loren gehört Gina Lollobrigida zu den Leinwand-Göttinnen des italienischen Kinos. Als sie 1957 im Alter von 30 Jahren für diesen heiteren Reigen von Carlo Lastricati vor der Kamera stand, Ko-Regisseur Vittorio De Sica, der auch als Geistlicher in einer Nebenrolle zu sehen ist, fungierte als eine Art Supervisor, war ihre Schönheit kaum zu übertreffen. Man denke nur an die Szene nach der Ankunft im Dorf, als sie nach einem Bad singend und nur mit einem Badetuch bekleidet im Licht der Nachmittagssonne steht. Mit ihrem Mix aus laszivem Sex-Appeal und mädchenhafter Unbekümmertheit verdreht sie hier also einmal mehr den Männern den Kopf. In einer Nebenrolle: Terence Hill, damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Mario Girotti. "Anna von Brooklyn" war 1958 für den Goldenen Bären der Filmfestspiele von Berlin nominiert.

Foto: ARD/Degeto