Die eigentlich hochbegabte Rhoda Williams fährt nach einer Feier angetrunken mit dem Auto. Als die angehende Astrophysikerin den neuen Planten am Himmel beobachtet, verliert sie den Überblick über den Verkehr und knallt frontal mit einem Auto zusammen. Dadurch tötet sie eine Frau und deren Sohn. Nur Rhoda und der Ehemann überleben den Unfall. Durch das furchtbare Ereignis hat Rhoda jegliches Interesse an der Zukunft verloren. Ohne sich zu erkennen zu geben, fängt sie als Putzkraft bei dem Ehemann an. Der renommierte Komponist John Burroughs ergeht sich seit dem Unfall in Selbstmitleid, lässt sich gehen und kann so die Hilfe Rhodas durchaus gebrauchen. Derweil sorgt jener Planet, der den Zwischenfall letztendlich ausgelöst hat, für großes Aufsehen. Denn er erweist sich als zweite Erde, auf der die gleichen Menschen in einer Parallelwelt leben. Birgt die zweite Erde eine neue Chance für Rhoda?

Mit seinem Langfilmdebüt stellt Mike Cahill zwar durchaus philosophisch interessante Fragen, ergeht sich aber zu sehr in der Schuld-und-Sühne-Geschichte, die leider recht zäh inszeniert und nicht wirklich packend erzählt ist. Angesichts der phänomenalen Entdeckung am Himmel dürften eigene Probleme und Vergangenheitsbewältigungen gerade für eine an Astrophysik interessierte Frau verschwindend gering sein. So bleibt das Ganze trotz einiger interessanter Ideen letztendlich nur spröde und über weite Strecken langweilig. Dennoch bekam der Film beim Sundance Festival 2011 den Spezialpreis der Jury als bestes Drama.



Foto: Fox