Cem, Mehmet und Dilan sind die Kinder einer kurdischen Einwandererfamilie in Hamburg-Wilhelmsburg. Noch leben sie mit ihren Eltern eingeengt unter einem Dach, doch die täglichen Spannungen sind kaum auszuhalten. Der kranke Vater hält sich nur noch im Hintergrund, während die energische Mutter die Fäden in der Hand hält, damit aber zusehends überfordert ist. Während alle unter den sozialen Spannungen leiden, treibt die Perspektivlosigkeit Cems jüngsten Bruder Mehmet auf die schiefe Bahn.

In seiner treffenden, zum Teil autobiograpgischen Gesellschaftskritik erzählt Yüksel Yavuz ("Mein Vater, der Gastarbeiter", 1994) in stimmiger Atmosphäre die Geschichte der drei Geschwister während einer entscheidenden Phase in ihrem Leben. Es ist gleichzeitig die Zerreißprobe einer Familie zwischen alter und neuer Heimat.