Es war die größte Herausforderung, die der bekannte Abenteurer und Forscher Mike Horn je unternommen hat: Die Umrundung des Polarkreises – 26.451 Kilometer in 808 Tagen, allein und unmotorisiert. Nach dem Motto "Lieber versuche ich es und scheitere, als es gar nicht versucht zu haben" setzte sich Mike Horn Temperaturen von -70 °C bis +15°C aus. Zu Fuß und auf Skiern, einen 200 kg schweren Schlitten mit Ausrüstung im Schlepptau und offenes Meer mit dem Segelboot überquerend, startete Mike im Februar 2002 von Norwegens Nordkap. Nach den ersten 45 Tagen musste er jedoch mit schweren Erfierungen in ärztliche Behandlung. Im August startete er dann erneut. Und was niemand für möglich gehalten hatte: Am 21. September 2004 war es geschafft, Mike Horn hatte den Polarkreis umrundet...

Ralph Blanc drehte diese unglaubliche Dokumentation über eine Reise, die mehr als zwei Jahre dauerte. Mike Horn ist Abenteurern kein Unbekannter. Der Südafrikaner mit Wohnsitz in der Schweiz war nämlich schon immer immer für verrückte Ideen zu haben. So forderte er etwa 1997 den Amazonas zum Duell heraus und bezwang den 6700 Kilometer langen Strom von der Quelle bis zur Mündung im Atlantik. 6700 Kilometer im Wasser, nur auf einem Hydrospeed schwimmend, einem Mini-Surfboard, das gerade unter den Brustkorb passt. Die Leistung allerdings, die Horn bis zu seinem Arktisabenteuer die größte Aufmerksamkeit einbracht hatte, war eine Solo-Weltumrundung entlang des Äquators. Juni 1999 startete er die Expedition "Latitude Zero" und bis Oktober 2000 hatte er Atlantik, Pazifik und den Indischen Ozean in einem acht Meter langen Trimaran überquert, sowie Südamerika, Indonesien und Afrika auf Schusters Rappen durchlaufen. Ganz schön verrückt, der Typ!

Foto: MFA