Arlit im Niger: Dorthin reist der alte Issa, um seinen Sohn und seine Freunde zu besuchen. In den Siebzigerjahren war die Grnezstadt in der Wüste ein Eldorado und die Drehscheibe der Region. Der Grund: Um Arlit herum gab es zahlreiche Uranvorkommen, die von dem französischen Konzern Cogema ausgebeutet wurden. Doch seit sich die Tuareg Anfang der Achtzigerjahre gegen die modernen Kolonialisten auflehnten, verkam die Stadt nach dem Rückzug von Cogema zu einer Geisterstadt und zu einer Anlaufstelle für illegale Immigranten...

Der in Benin geborene Dokumentarfilmer Idrissou Mora-Kpai, der unter anderem an der Hochschule für Film- und Fernsehen Konrad Wolf in Babelsberg Regie studierte, begleitete den alten Issa, den er vor siebzehn Jahren in Arlit kennen lernte, auf seiner Reise in die Vergangenheit. Auch wenn dem Zuschauer bisher unbekannte Eindrücke dieser vergessenen Stadt geboten werden, fragt man sich, wer sich das im Kino anschauen wird.

Foto: Freunde d. dt. Kinemathek