Hannah, die Frau von Kommissar Bäumer, ist Kleptomanin und gemiedene Außenseiterin in der provinziellen Eifelkleinstadt im Kreis Euskirchen. Im Dorf kennt man sich. Und jeder sorgt dafür, damit das auch so bleibt: Briefträger Enno erweitert seine Kenntnisse per Fernglas, Rita Frings hält mehr von Klatsch und Tratsch oder schreibt anonyme Briefe. Alle sind entsetzt, als der junge Kripobeamte Fischer auf einer einsamen Landstraße tödlich verunglückt. Ein Reh habe den Unfall verursacht - so jedenfalls steht es im Polizeibericht, und so erzählt es auch der Computerfreak Harald, der angeblich Zeuge des Unfalls war. Einzig Arnie, sieben Jahre alt, der während der Osterferien bei seinem Opa Frings auf dem Bauernhof zu Besuch ist, glaubt etwas anderes gesehen zu haben. Doch nur Hannah nimmt den kleinen Jungen ernst. Auch ihr Mann, Kommissar Bäumer, glaubt ihr nicht. Bis Arnie plötzlich spurlos verschwindet...

Regisseurin Isabel Kleefeld ("Schluss mit lustig!", "Königskinder") inszenierte nach eigener Vorlage einen ruhig erzählten TV-Film zwischen Provinzposse (vor allem durch die Überzeichnung der handelnden Personen) und Psycho-Krimi. Besonders gut: Matthias Brandt als Postbote.