Die kleine Marie wird von ihrer Stiefmutter zur Magd gemacht, während ihre Stiefschwester Clothilde verwöhnt wird. Eines Tages erscheinen Prinz Leonhard und sein Freund Peter, beide verkleidet als Diener, und überreichen Clothilde eine Einladung zum Maskenball. Aschenputtel verliebt sich in Leonhard und kämpft darum, auch auf den Ball gehen zu dürfen, denn sie will den angeblichen Diener wiedersehen. Die ehrgeizige Stiefmutter gibt aber nur ihrer eigenen Tochter ein schönes Kleid. Doch der Zauberbaum auf dem Grab von Maries Mutter wirft ein herrliches Kleid herab. Aschenputtel glänzt auf dem Ball und bezaubert den Prinzen, doch kurz vor Mitternacht, bevor der Zauber erlischt, flieht sie ...

Diese moderne Variante des bereits vielfach verfilmten Märchens der Brüder Grimm drehte Susanne Zanke ("Natascha", "Tatort - Fakten, Fakten") in der Drehbuchfassung von Bettina Janis. Als böse Stiefmutter ist hier die Leipziger "Tatort"-Ermittlerin Simone Thomalla zu sehen, der diese Rolle auf den Leib geschrieben zu sein scheint. In den Schatten gestellt wird sie hier allerdings von den erfrischend aufspielenden Jungdarstellern Emilia Schüle ("Die letzte Spur - Alexandra, 17 Jahre", "Manatu - Nur die Wahrheit rettet Dich") und Max Felder ("Pünktchen und Anton") als Clothilde und Prinzen Leonhard. Ein Jahr später setzte Regisseur Uwe Janson das Grimmsche Märchen erneut mit Barbara Auer als Stiefmutter in Szene.

Foto: ZDF/Oliver Roth