Die junge Tschechin Mascha muss viel Mut und Mitgefühl beweisen, um einen berühmten Widerstandskämpfer vor den Nazis zu retten: Denn als am 26. Mai 1942 in Prag der "Reichsprotektor" Reinhard Heydrich bei einem Attentat stirbt, kommt es unter Führung des sadistischen Inspektors Ritter zu grausamen "Vergeltungsmaßnahmen". Die Nazis erklären den Ausnahmezustand und kündigen die Exekution von tschechischen Bürgern an. Der Attentäter Svoboda will sich stellen, doch der Führer der tschechischen Widerstandsbewegung stimmt ihn um. Zwar ist die Gestapo Svoboda auf der Spur, doch dann wird der ermittelnde Inspektor kurz vor der Verhaftung getötet. Die Widerstandsbewegung lenkt durch gefälschte Indizien und Zeugenaussagen den Verdacht auf Czaka, einen Spitzel; er wird als vermeintlicher Mörder hingerichtet, obwohl die Gestapo weiß, dass er nicht der Täter ist...

Regisseur Fritz Lang machte aus dieser Geschichte kurze Zeit nach dem tatsächlichem Attentat ein recht reißerisches Anti-Nazi-Drama, an dessen Drehbuch Bertolt Brecht mitschrieb. Brecht distanzierte sich jedoch zur Premiere von der Umsetzung. Dennoch: Fritz Lang erzeugt auch hier atemberaubende Spannung. Als gebürtiger Wiener und Halbjude galt Lang als unsentimentaler und sarkastischer Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Dieser Film war einer der wenigen Versuche deutscher Emigranten, im Ausland Filme gegen das Hitler-Regime zu drehen. Lang reiste 1933 in die USA, vier Monate nach einem Treffen mit Goebbels, der ihm die Leitung des deutschen Filmwesens anbot. Er etablierte sich als Antifaschist und war in Hollywood als Regisseur nicht weniger erfolgreich als in Deutschland.