Als der 50-jährige Ange eines Morgens die Tür öffnet, traut er seinen Augen nicht. Vor ihm steht seine 18-jährige Tochter Lili, die er seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen hat. Sie erzählt von ihrem Plan, per Anhalter nach Spanien zu fahren, dort ihren Verlobten Diego abzuholen und mit ihm nach Australien auszuwandern. Doch vorher will sie sich noch von ihrem Vater verabschieden. Der nächste Morgen bringt eine Überraschung für Lili. Ange hat sich einen Lieferauftrag organisiert, um seine Tochter im Lkw nach Spanien bringen zu können. Schon während der ersten Stunden im Truck steigt die Spannung zwischen Vater und Tochter. Je näher die beiden ihrem Ziel kommen, desto mehr verschärft sich der Ton der Auseinandersetzung und doch verstehen sie einander. Dann erfährt Lili, dass sie schwanger ist...

Regisseur Dominique Ladoge erzählt hier von Lebenslust, von verpatzten Möglichkeiten und von der Hoffnung auf einen Neuanfang. Dabei entfaltet er auch ein gelungenes Bild der Beziehung zwischen Vater und Tochter. Ladoge realisierte nach einer Ausbildung in Film und Grafikdesign vier Kurzfilme. Sein erster TV-Film "Wie ein Boot ohne Wasser" fand großen Beifall bei Publikum und Kritik und erhielt 1993 den Preis der UNICEF beim Berliner Festival sowie den Junior-Preis bei den Filmfestspielen von Cannes. Es folgten der Kinofilm "Le Montreur de Boxe" (1994) und "Sturmschäden" (2000).