Die 15-jährige Suzanne ist in Luc verliebt, will sich ihm aber nicht hingeben. Ihr sind kurze Sex-Abenteuer lieber. Noch dazu hängt in ihrer Familie der Haussegen schief: Als ihr Vater geht, bricht ihre Mutter zusammen, und der Bruder versucht unbeholfen, mit der Lage zurechtzukommen. Luc verlässt Suzanne, als sich diese immer öfter auf One-Night-Stands einlässt. Das eigensinnige, aber lebensfrohe Mädchen mag Sex, es will geliebt werden, leidet aber unter der eigenen Unfähigkeit, Liebe zu geben ...

Das Psychodrama über die Unfähigkeit einer Halbwüchsigen zu Beziehungen brachte Regisseur Maurice Pialat 1983 den Prix Louis Delluc und den César für den besten französischen Film ein. Als Darstellerin der Suzanne engagierte Pialat die seinerzeit 16-jährige Debütantin Sandrine Bonnaire, die bis zu diesem Zeitpunkt in einer Sozialwohnung in der Pariser Banlieue wohnte. Die Rolle der Suzanne machte Bonnaire über Nacht zum Star und brachte ihr den César als vielversprechenste junge Darstellerin ein. Pialat ist hier übrigens in der Rolle von Suzannes Vater zu sehen.

Foto: arte F/Gaumont