Terrorist Bruno gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Doch er muss feststellen, dass sich die Welt geändert hat. Ehemalige Kampfgenossen führen inzwischen ein bürgerliches Dasein und sein ehemaliger Kontaktmann ist gar zum Gangsterboss mutiert. In Grenoble kann er die drogensüchtige Lehrerin Agnès, Frau eines Polizisten, vor den Übergriffen eines Dealers bewahren, derweil sie ihn in der Berghütte einer Kollegin verstecken kann...

Der zweite Film der packenden "Trilogie der Leidenschaften" des belgischen Filmemachers Lucas Belvaux: Hier tauchen die gleichen Personen in unterschiedlichen Genres auf, verbinden sich unterschiedliche Geschichten zu einem komplexen Ganzen. Nach der witzigen Ehekomödie "Ein tolles Paar" und dem hervorragenden Drama "Nach dem Leben" gibt es in diesem fesselnden Thriller mehr Action. Der geflohene Terroristen Bruno wird vom Regisseur selbst gespielt. Belvaux gelang mit dieser Trilogie ein filmisches Experiment, in dem die unterschiedlichen Storys gekonnt miteinander verwoben werden. Auch wenn jeder Teil für sich schlüssig ist und in der zum Genre jeweils passenden Form (fröhlich-hell bis melancholisch-düster) umgesetzt wurde, ergibt sich mosaikartig ein wunderbares Gesamtbild. Einige Szenen wiederholen sich, werden aber meist aus einer anderen Perspektive gezeigt. Die Hauptcharaktere des ersten Films sind Nebenfiguren im zweiten usw. Hier treten sozusagen die gleichen Charaktere mit- und gegeneinander an.

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