Der junge russische Fürst Dmitrij trifft als Geschworener vor Gericht Jekaterina Maslova wieder, in der er die hübsche Katjuscha wiedererkennt, die er einst verführt und im Stich gelassen hat. Sie ist zur Prostituierten geworden und des Mordes angeklagt. Das bestürzende Wiedersehen mit ihr rüttelt Dmitrij aus seiner seelischen Lethargie auf. Als die junge Frau zu langjähriger Zwangsarbeit verurteilt und nach Sibirien deportiert wird, versucht er alles, um ihr zu helfen ...

Der gleichnamige, 1899 erstmals erschienene Roman von "Krieg und Frieden"-Autor Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910) wurde 1958 von Regisseur Rolf Hansen ("Teufel in Seide", "Gustav Adolfs Page") aufwändig als internationale Koproduktion in Szene gesetzt. Nach dem hervorragenden Drehbuch von Regisseur Renato Castellani ("Unter der Sonne von Rom", "Es ist Frühling", "Für zwei Sechser Hoffnung") inszeniert, ist der junge Horst Buchholz in der Rolle des Fürsten zu bewundern. Nach Edwin Carewes' früher Tolstoi-Verfilmung "Resurrection" (1927) und Rouben Mamoulians "We Live Again" (1934, mit Fredric March) folgten später noch die UdSSR-Adaption (1960) von Michail Schweizer und die moderne Die Auferstehung (2001) der Taviani-Brüder mit Timothy Peach. Für Hauptdarsteller Buchholz, der vor "Auferstehung" mit seinen Erfolgsfilmen "Die Halbstarken" und "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" das Image des jugendlichen Rebellen pflegte, waren die Dreharbeiten ein Glücksgriff, denn am Set lernte er die französische Schauspielerin Myriam Bru kennen und lieben. Die beiden heirateten noch 1958. Die Ehe sollte bis zum Tod von Buchholz halten, obwohl die beiden aufgrund der Bisexualität von Buchholz zuletzt getrennt voneinander lebten.

Foto: ARD/Degeto