Die Türkei steht mit ihrem Aufnahmewunsch in die EU schon seit geraumer Zeit im Mittelpunkt der europapolitischen Debatte. Regisseur Thomas Arslan ("Dealer", "Geschwister - Kardesler"), Sohn eines türkisch-deutschen Elternpaares, reiste in das Land seiner Väter: von West nach Ost, von Istanbul und Ankara in den Südosten des Landes nach Gaziantep, von dort weiter nach Osten über Diyarbakir und Van bis nach Dogubayazit nahe der iranischen Grenze.

Sowohl in den Städten als auch in den entlegenen Regionen beobachtete er Menschen und ihr Zusammenleben, dokumentiert die gesellschaftlichen Veränderungen, die überall sichtbar werden. Arslan verzichtet auf einen Kommentar, der über eine Vermittlung der wichtigsten Fakten hinaus geht. Statt dessen lässt er die Bilder für sich sprechen und gibt jeder einzelnen Einstellung Zeit, sich im Betrachten des Zuschauers zu entwickeln.

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