Nach drei Jahren intensiver Therapie ist der 37-jährige Gefängnis-Psychotherapeut Michael Trenk überzeugt, dass seine Patientin Cornelia Steinweg wieder reif ist für die Freiheit. Trotz Einwänden aus der Kollegenschaft setzt er sich durch und erreicht die vorzeitige Entlassung. Während Trenk sich längst wieder neuen Aufgaben zuwendet, muss er feststellen, dass die Entlassene ständig Kontakt zu ihm sucht, ihn als einzigen Kontakt in Freiheit braucht, bis hin zum Missbrauch: Trenk erkennt, dass er sich geirrt hat. Seine berufliche Karriere, das Leben seines Kindes und seiner Frau stehen auf dem Spiel ...

Ein spannendes Genrewerk des Wiener Regisseurs Andreas Prochaska ("Das Wunder von Kärnten"), der das Eindringen des Bösen in eine intakte Familienwelt thematisiert. Der als österreichischer "Tatort"-Kommissar bekannte Harald Krassnitzer, der mit Prochaska drei Jahre später auch den Krimi "Tod aus Afrika" drehte, gibt hier den Gefängnis-Psychotherapeuten, der fast zu spät bemerkt, dass er einen vermeidbaren Fehler begangen hat. In der Rolle der Übeltäterin läuft die in Schweden geborene Österreicherin Maria Köstlinger zu unheimlicher Hochform auf. Köstlinger spielte später auch in Prochaskas Regiearbeiten "Spuren des Bösen" und "Die letzte Spur - Alexandra, 17 Jahre" und ist seit 1997 die Ehefrau ihres Filmpartners Karlheinz Hackl. Bei diesem wurde nach Ende der Dreharbeiten ein bösartiger Hirntumor festgestellt, der jedoch kurz darauf operativ entfernt werden konnte. Ebenfalls mit dabei: die Kammerschauspielerin Maresa Hörbiger, Schwester von Christiane Hörbiger und Mutter von Manuel Witting.

Foto: ZDF/ORF/Petro Domenigg