Unbemerkt von der Außenwelt erleben drei Frau in ihren geschlossenen Lebensräumen die Hölle des Alltags. Da ist Claudia, die ihren Mann wieder in die gemeinsame Wohnung lässt, nachdem er von der Polizei Hausverbot erhalten hat. Er dankt es ihr, indem er sie Tage später vergewaltigt. Oder da ist Sladjana, die unter den Eifersuchtsattacken ihres Mannes leidet und Gefahr läuft, als Nicht-Österreicherin des Landes verwiesen zu werden. Schließlich ist da Margit, die die jahrelange Angst vor ihrem Ehemann durch Kurse in Esoterik und Karaoke zu kompensieren sucht. Schließlich kommen alle drei an den Punkt, an dem sie ihr Leben ändern wollen...

Die bosnische Regisseurin, Produzentin und Autorin Nina Kusturica, die seit 1992 in Wien lebt, arbeitet und dort die Filmakademie abschloß, thematisierte mit "Auswege" die Gewalt gegen Frauen in der Familie. Mit eindringlichen Bildern beschreibt sie das Leid der drei unterschiedlichen Protagonistinnen, zeigt aber auch, dass der titelgebende Ausweg möglich ist. Als Vorlage diente ihr das Drehbuch der Regisseurin und Autorin Barbara Albert, die bereits in ihrem Drama "Nordrand" (1999) die alltäglichen Probleme zweier junger Wienerinnen auf Zelluloid bahnte.

Foto: Freunde d. dt. Kinemathek